Drei Tipps für unglaublich wirkungsvolle Vorträge

Wissenschaftler pfeifen es schon seit Jahren von den Dächern: Die Aufmerksamkeitsspanne von Menschen wird immer geringer. Schuld sollen die permanenten Unterbrechungen und Reize sein, vor allem durch Smartphones.

Die Studie eines großen IT-Konzerns brachte die schreckliche Erkenntnis, dass sogar Goldfische eine höhere Aufmerksamkeitsspanne (9 Sekunden) als Menschen haben (8 Sekunden). Der Abstieg vollzieht sich rasant: Im Jahr 2000 konnte sich der Homo Sapiens immerhin noch 12 Sekunden auf eine Sache konzentrieren.
Ob man solche Studienergebnisse ernst nehmen kann, sei mal dahingestellt.
Immerhin hat der Goldfisch-Vergleich zu einer breiten Diskussion um den Status Quo unserer Konzentrationsfähigkeit geführt.

Auch andere Studien sind zu dem Ergebnis gelangt, dass sich die menschliche Aufmerksamkeit in einem Wandlungsprozess befindet. Eine von Online-Marketing Rockstars zitierte Studie behauptet, dass Menschen aufgrund von Multi-Screen-Nutzung und sozialen Medien die Fähigkeit verlieren, sich länger auf langweilige Aufgaben zu konzentrieren. Gleichzeitig hat sich unsere Fähigkeit verbessert, Informationen in kurzer Zeit aufzunehmen und für uns wichtige Inhalte aus längeren Texten herauszufiltern.

Diese Erkenntnisse sind nicht nur für Werbetreibende interessant – auch für Redner ergeben sich Konsequenzen. Es ist wichtiger denn je, Inhalte jeglicher Art kurzweilig und spannend zu präsentieren. Wer eine langatmige Rede hält, muss sich nicht wundern, wenn ihm nach kurzer Zeit keiner mehr zuhört. Mit den folgenden Tipps wird deine Rede garantiert ein Erfolg werden!

1. Wähle einen Einstieg, der sich gewaschen hat

Starte deine Präsentation mit einem Sturm statt einem lauen Lüftchen. Deine Zuhörer wollen von der ersten Sekunde an gefesselt werden. Ein schwacher Einstieg kann dazu führen, dass sie einer eigentlich gelungenen Rede keine Chance geben.
Sei dir bewusst, dass sich das Publikum innerhalb von dreißig Sekunden ein Urteil von dir bildet, das es zumeist nicht mehr ändert.

Wie sieht ein gelungener Einstieg aus? Die Möglichkeiten sind vielfältig, hier einige Optionen:

– eine persönliche Geschichte
– ein treffendes Zitat
– eine Beobachtung oder Behauptung.

Egal, wie du einsteigst: Sorge dafür, dass dein Auftakt die Zuhörer fesselt und gleichzeitig zum Redethema passt.

Denke bei deinem Einstieg auch an Körpersprache. Eine aktuelle Studie behauptet, dass Gründer, die ihre Idee mit starken Gesten vorstellen, eine durchschnittlich 12 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit haben von Investoren Wagniskapital zu erhalten. Weitere Ideen für den Redeeinstieg findest du in diesem Blogpost.

2. Fessele deine Zuhörer mit starkem Storytelling.

Als Redner ist Storytelling deine Trumpfkarte. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Geschichten mehr Hirnregionen aktivieren als einfache Informationen.
Scheue dich nicht davor, eine persönliche Anekdote aus deinem Leben zu erzählen, wenn sie zu deinem Redethema passt. Wenn du dich öffnest und dem Publikum einen Einblick in dein Leben gewährst, ist dir die Aufmerksamkeit fast sicher.

Außergewöhnlich gut funktionieren Geschichten, die vom Hinfallen und Wiederaufstehen handeln. Der Motivationstrainer Jürgen Höller erzählt in seinen Seminaren immer, wie er alles verloren hat und im Gefängnis landete. Er verleiht dieser Geschichte einen positiven „Spin“, indem er erklärt, wie ihn diese Erfahrung bereichert und zu einem erfüllteren Leben verholfen hat.

Menschen lieben außerdem klassische vom „Tellerwäsche zum Millionär“ Geschichten. Es gibt wohl keinen Motivationstrainer, der nicht behauptet, irgendwann Bankrott und perspektivlos gewesen zu sein. Der Trainer und Bestsellerautor Tony Robbins spricht gerne davon, wie er mit 17 völlig mittellos von zu Hause abhauen musste. Die verstecke Botschaft ist klar: „Was ich kann, kannst auch Du schaffen!“.

Lerne mehr über Storytelling in diesem Beitrag.

3. Beziehe das Publikum in deine Rede ein

Soziologen haben herausgefunden, dass ein aktives Publikum einfacher zu überzeugen ist als ein passives. Interaktionen durchbrechen die Barriere zwischen Redner und Publikum und verstärken die Überzeugungskraft des Redners.

Du kannst deine Zuhörer einbeziehen, indem du ihnen eine Frage stellst, auf die sie keine Antwort haben. Wie Detektive werden sie in deiner Rede nach Antworten suchen und dir gespannt folgen.

Stelle deine Zuhörer immer in den Mittelpunkt deiner Rede. Spreche über ihre Ziele, ihre Sehnsüchte und ihre Ängste. Schon der römische Philosoph Cicero sagte, dass ein einflussreicher Redner es versteht, die Ängste seines Publikums an die Oberfläche zu bringen und zu besänftigen. Wecke die Aufmerksamkeit deiner Zuhörer, indem du es an ein Bedürfnis, einen Schmerz oder eine Gefahr für ihr Wohlbefinden erinnerst.

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