Drei Tipps, um in Vorstellungsgesprächen zu überzeugen

In Vorstellungsgesprächen wollen wir überzeugen und kompetent wirken. Leider scheitern viele Bewerber, da sie es nicht schaffen, einen kompetenten Eindruck bei ihrem Wunschunternehmen zu hinterlassen.
 
Was viele nicht wissen: Es genügen ein paar einfache Kniffe, um die wahrgenommene Kompetenz deutlich zu erhöhen.

In diesem Beitrag erfährst du, wie du in Vorstellungsgesprächen deine Überzeugungskraft steigern kannst.

1. Strahle Enthusiasmus aus

Frank Bettger brauchte eine neue Aufgabe. Nach einer schweren Verletzung musste er seinen Traum, professioneller Baseballspieler zu werden, für immer begraben. Da er keine Ausbildung hatte, entschloss er sich, sein Glück als Verkäufer zu versuchen.
 
Die ersten Monate waren hart, ihm gelang kaum ein Abschluss. Frustriert dachte er daran, die Flinte ins Korn zu werfen und einen neuen Job zu suchen. In dieser schwierigen Zeit nahm ein Top-Verkäufer ihn beiseite und gab ihm einen Tipp, der ihn in die Erfolgsspur brachte: Sei enthusiastisch!
 
Sowohl in Verkaufs- als auch in Bewerbungsgesprächen verkauft man immer auch die eigene Persönlichkeit. Enthusiasmus erhöht die Erfolgschancen, wenn man sich selber präsentieren muss.
 
Wie entwickelt man Enthusiasmus? Indem man sich vom Herzen für etwas begeistert.
 
Wenn du ein Jobinterview hast, kannst du dich vorher näher mit dem Unternehmen beschäftigen. Was macht die Firma so besonders? Warum würdest du stolz sein, für sie zu arbeiten?
 
Du bist dafür verantwortlich, den Enthusiasmus in dir zu wecken.
 
Was tust du, wenn du einfach nichts inspirierendes oder interessantes an dem Unternehmen entdecken kannst, das dich zum Bewerbungsgespräch eingeladen hat? Bewerbe dich woanders. Das Leben ist zu kurz für Jobs, auf die du eigentlich keine Lust hast.

2. Stelle Fragen, zeige dich interessiert

Im Jahr 2010 war ich einer von unzähligen Absolventen, die während der Wirtschaftskrise ihren ersten „richtigen“ Job suchten. Ein fast unmögliches Unterfangen. Ich schickte hunderte Bewerbungen raus und bekam schließlich ein Vorstellungsgespräch beim US-Unternehmen Johnson & Johnson.
Wie bereitete ich mich vor? Ich las alles zu dem Unternehmen, was mir in die Finger kam. Ich durchstöberte die Unternehmenswebsite und las alle Zeitungsartikel, die ich zu dem Konzern finden konnte.
 
Am Tag des Bewerbungsgesprächs wären meine Erfolgschancen beinahe verpufft.
Ich unterschätzte die Entfernung zu dem Ort, wo das Interview stattfinden sollte und erschien völlig gehetzt und verschwitzt zu dem Termin.
 
Trotzdem hinterließ ich einen guten Eindruck und bekam den Job. Was war meine Strategie? Ich stellte viele Fragen zum Unternehmen und zur Position. Fragen, die darauf schließen ließen, dass ich mich vorher informiert hatte und aufrichtiges Interesse an dem Job hatte.
 
Bewerber nehmen in Vorstellungsgesprächen häufig zu viel Redezeit in Anspruch, da sie sich selbst im besten Licht präsentieren wollen. Dabei ist es viel wichtiger, ein aufrichtiges Interesse an der Position und dem Unternehmen zu signalisieren.
 
Nach meiner Erfahrung sind die Erfolgschancen am größten, wenn der Bewerber im Vorstellungsgespräch weniger Redeanteile als die Personen hat, die das Bewerbungsgespräch führen.

3. Gehe leicht overdressed zum Vorstellungsgespräch

Ein junger Mann, der es geschafft hatte, einen der heiß-umkämpften Jobs bei den Vereinten Nationen zu bekommen, gab mir folgenden Tipp: „Kleide dich in Vorstellungsgesprächen immer etwas besser, als es das Unternehmen erwartet.“
 
Ich habe diesen Rat immer befolgt und bin selbst zu Vorstellungsgesprächen bei hippen Startups mit Hemd und Krawatte gegangen. Ich bin immer gut damit gefahren.
 
Wenn du dich in Schale wirfst, signalisierst du, dass du das Bewerbungsgespräch ernst nimmst und den Job wirklich willst. Wenn du hingegen in Sneakers und Jeans bei einem Jobinterview erscheinst, kommst du schnell als zu locker und unprofessionell rüber.

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