Ist ein Rhetorik-Seminar das Richtige für dich?

Lohnt es sich, an einem Rhetorik-Seminar teilzunehmen?

Auf Rhetorik-Seminaren lernst du, wie du eine Rede strukturierst und dich optimal auf deinen Auftritt vorbereitest. Wenn es dir darum geht, dein Lampenfieber in den Griff zu bekommen, gibt es bessere Wege.

 

Was kannst du von einem Rhetorik-Seminar erwarten?

Meine erste Rhetorik-Schulung habe ich als Vorbereitung auf meine mündliche Abiturprüfung besucht. Ich war schrecklich aufgeregt und hoffte, durch das Seminar mein Lampenfieber besiegen zu können. Haben sich meine Erwartungen erfüllt?

Mir hat der zweitägige Volkshochschul-Kurs vor allem gezeigt, wie ich eine Rede strukturiere. Und ich machte erste Gehversuche in der Praxis: Ich habe eine kurze Rede gehalten und wurde von der Seminarleiterin und den Teilnehmern bewertet. So bekam ich einen Eindruck von meinen Stärken und Schwächen. Und ich merkte, dass mir das Reden vor Publikum trotz meines Lampenfiebers Spaß macht. Mein Selbstbewusstsein als Redner wurde durch das Seminar gestärkt. Ich kam gut durch meine mündliche Abiturprüfung – auch wenn ich weiterhin Lampenfieber hatte. Wie Redeangst entsteht und wie du am besten mit ihr umgehst, erfährt du in diesem Artikel.

Wodurch zeichnet sich ein gutes Rhetorik-Seminar aus?

Das für mich wichtigste Kriterium ist eine stimmige Mischung aus Theorie und Praxis. Der praktische Anteil eines Rhetorik-Trainings sollte mindesten siebzig Prozent betragen – möglichst mehr. Die Theorie kann ich mir auch zu Hause auf dem Sofa anlesen.

Was ist das Wertvollste, das dir ein Rhetorik-Seminar geben kann? Es ist die Gelegenheit, eine Rede vor Publikum zu halten und dafür bewertet zu werden. Eine überschaubare Teilnehmerzahl ist eine Voraussetzung, damit sich jeder Teilnehmer vor Publikum ausprobieren kann. Wenn mehr als fünfzehn Personen mitmachen, wird es schwierig, jedem ausreichend Redezeit einzuräumen. Ich finde es optimal, wenn ich auf einem Rhetorik-Workshop zwei Reden halten kann. In der zweiten Rede kann ich alle Anregungen einbauen, die ich nach der ersten Rede bekommen habe. Meine Lernkurve geht nach oben. Wenn ich meine Fortschritte bereits in der zweiten Rede wahrnehme, steigern sich mein Selbstbewusstsein und meine Vorfreude auf die nächste Rede.

Ist ein Rhetorik-Seminar das Richtige für dich?

Ob du von einem Rhetorik-Workshop profitierst, hängt von deinen Zielen ab. Möchtest du lernen, wie du deine Rede aufbaust und vorbereitest? Willst du wissen, wo deine natürlichen Stärken als Redner liegen und wo du dich verbessern kannst? Dann besuche ein Rhetorik-Training!

Wenn du großes Lampenfieber hast und dieses in den Griff bekommen möchtest, reichen zwei Tage wahrscheinlich nicht aus. Du brauchst regelmäßige Übung.

Ich besuchte nach meinem ersten Rhetorik-Seminar zwei weitere. Mein Resümee? Ich habe dort das rhetorische Handwerkszeug gelernt und mich als Redner weiterentwickelt. Wie baue ich eine Rede auf? Wie sieht ein guter Einstieg aus? Welche rhetorischen Hilfsmittel beleben meine Rede? Diese Fragen wurden mir beantwortet. Ich habe außerdem das Gefühl kennengelernt, eine kurz vorbereitete Rede vor Publikum zu halten. Das war für mich wertvoll und hat mich für größere Aufgaben gerüstet.

Welche Alternativen gibt es?

Wenn du dein Können als Redner auf eine neue Ebene heben willst, solltest du dich einem Club anschließen, der auf Rhetorik spezialisiert ist. Meinen persönlichen Durchbruch als Redner erlebte ich, als ich mich dem Redeclub „Toastmasters“ anschloss und alle zwei Wochen übte. Da ich regelmäßig vor Publikum sprach, hat sich mein Lampenfieber reduziert. Der Gedanke an eine Rede hat den Schrecken für mich verloren.

In keinem Rhetorik-Seminar bekam ich so ausführliches und hilfreiches Feedback wie bei den Toastmasters. Nach jeder Rede füllen alle Mitglieder einen Zettel mit Verbesserungsvorschlägen aus. Außerdem hält ein anderes Mitglied eine Rede, in der deine Rede bewertet wird. Ein derart detailliertes Feedback kann dir kein Rhetorik-Workshop bieten.

Beim Reden gelten dieselben Gesetze wie in allen anderen Lernprozessen – nur durch kontinuierliche Übung wirst du richtig gut. Wenn du das Ziel hast, ein ausgezeichneter Redner zu werden und deine Präsentationen zu rocken – schließe dich einem Redeclub an!

 
Foto: lizenzfrei von pixabay

4 Gedanken zu „Lohnt es sich, an einem Rhetorik-Seminar teilzunehmen?

  1. Toastmaster ist eine gute Einrichtung, das kann ich bestätigen. Auch für mich war das ein Mosaikstein, meine Redeangst zu überwinden. Das Lampenfieber geht leider nicht so schnell weg, sicher nicht in einem Zweitages-Seminar, da stimme ich dem Autor zu. Man muss auch sonst ständig dran bleiben, immer Gelegenheiten suchen öffentlich zu reden. Ich hatte solche Gelegenheiten damals gesucht und bin heute Profi geworden: Rhetorik Trainer und Speaker.
    Aus meiner damaligen Situation heraus hatte ich mir immer ein Seminar gewünscht, das ich heute schliesslich anbiete: Ein Seminar, wo man vor über 100 Menschen reden muss und wo man 17 Reden in zwei Tagen hält. Das ist ein Training, bei dem die Redeangst langsam schmilzt.

    1. Hallo Matthias, erst einmal möchte ich dir danken, dass du den ersten Kommentar auf diesem noch sehr jungen Blog hinterlassen hast. Und ja: Ein Rhetorik-Seminar, bei dem sich die Gelegenheit bietet, vor über 100 Menschen zu reden, halte ich für sehr spannend. Ich stelle es mir herausfordernd vor, als Trainer auf so viele Teilnehmer einzugehen. Wie machst du das?

      Viele Grüße in die Schweiz
      Alexander

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.