Redeabsicht: Was willst du mit deiner Rede erreichen?

Einer der wichtigsten Punkte in der Redevorbereitung ist die Bestimmung der Redeabsicht. Wenn du deine Redeabsicht kennst, kannst du viel besser einschätzen, was deine nächsten Schritte sind.
 
Du wirst in den nächsten Wochen auf Rhetorikpirat lesen, wie du deine Redeabsicht festlegst und wie du sie erreichst. Mit diesem Wissen kannst du deinen Erfolg als Redner in neue Höhen katapultieren.

In diesem Beitrag gebe ich dir einige Tipps für die Wahl deiner Redeabsicht auf den Weg.

Redeabsichten im Überblick

Renommierte Rhetoriktrainer, darunter Dale Carnegie, unterscheiden vier Absichten:

  • informieren
  • überzeugen
  • motivieren
  • unterhalten

Manche Autoren betrachten „inspirieren“ als weitere Absicht. Andere betrachten sie als Unterkategorie der motivierenden Rede. Ich schließe mich der letzten Betrachtungsweise an, denn warum sollte man es sich unnötig kompliziert machen?

Verfolge mehrere Absichten

Verfolge mit deiner Rede nicht nur eine Absicht:

  • Gestalte deinen informierenden Vortrag so unterhaltsam wie möglich.
  • Stelle in deinem unterhaltenden Vortrag kuriose Fakten vor.
  • Motiviere das Publikum mit deinem überzeugenden Vortrag zum Handeln.
  • usw.

Wenn du die Vermittlung von Informationen mit spannender Unterhaltung verknüpfst, begeisterst du deine Zuschauer. Und das führt laut Hirnforschern dazu, dass sie die Informationen besser aufnehmen – denn im Zustand der Begeisterung lernen Menschen am besten. Lese dieses Buch von Gerald Hüther, um mehr über dieses Phänomen zu erfahren.

Es ist also in deinem eigenen Interesse, das Publikum zu begeistern – schließlich willst du, dass es möglichst viel aus deinem Vortrag mitnimmt.

Lege dennoch immer eine Hauptabsicht fest

Die Wahl deiner Hauptabsicht ist meist einfach und intuitiv, wie in diesen Beispielen:

  • Eine Projektvorstellung soll informieren.
  • Eine Wahlkampfrede soll überzeugen.
  • Die Kabinenansprache eines Fußballtrainers soll motivieren.
  • Eine Hochzeitsrede soll unterhalten.

Stelle dir eine Hochzeitsrede mit Zahlen und Fakten vor. Das wäre ziemlich langweilig, oder?
 
Die Kenntnis über deine Hauptabsicht leitet dich wie ein Wegweiser durch die weitere Vorbereitung.
Wenn du weißt, dass du unterhalten willst, kannst du dir den Gang in die Bibliothek sparen. Du brauchst unterhaltsame Geschichten, vorzugsweise aus deinem eigenen Umfeld. Da hilft ein Gespräch mit Freunden mehr als ein Blick in ein Sachbuch. Kuriose Fakten, die deinen unterhaltenden Vortrag bereichern können, findest du besser im Internet.
 
Wenn du einen informierenden Vortrag hältst, ist der Gang in die Bibliothek hingegen genau das Richtige – denn dort findest du glaubwürdige Quellen für deine Recherche.

Aus den Redeabsichten ergeben sich vier Redentypen.

Mit deiner Redeabsicht legst du automatisch deinen Redentyp fest.

    a) informierende Rede
    b) überzeugende Rede
    c) motivierende Rede
    d) unterhaltende Rede

In den folgenden Beiträgen stelle ich dir die vier Redentypen vor, beginnend mit der informierenden Rede.

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